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Praktikerseminar im WS 14/15

Im Wintersemester 2014/15 veranstaltete das Institut für Rundfunkrecht unter der Leitung von Professor Dr. Karl-E. Hain ein Praktikerseminar, das an insgesamt 5 Abendveranstaltungen, jeweils mittwochs von 19.30 - 21.15 Uhr, im Seminarraum 2.101 (SSC-Gebäude, 2. OG) stattfand. Am 03. Dezember 2014 leitet das Institut für Rundfunkrecht an der Universität zu Köln den Auftakt der Vortragsreihe Praktikerseminar Medinerecht um 19.30 Uhr ein. Der ehemalige Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Martin Stadelmaier, wird über "Aktuelle Fragen der Medien- und Netzregulierung" sprechen. Es folgten 4 weitere Abendveranstaltungen. Für das Abschlussreferat konnte in diesem Jahr der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg (in Vertretung nun Gerda Meuer, Programmdirektorin der Deutschen Welle), gewonnen werden, über "Die Deutsche Welle im internationalen Wettbewerb: Herausforderungen und Chancen" am 28.01.2015  um 19.00 Uhr im Tagungsraum 004 (Seminargebäude, EG) zu referieren.

Das Seminar richtet sich an Studierende des Schwerpunktbereichs 13 (Medienrecht und Kommunikationsrecht), an Mitarbeiter der Institute für Medienrecht und Kommunikationsrecht sowie für Rundfunkrecht, an Praktiker und sonstige Interessierte aus dem Bereich der medienbezogenen Wissenschaften. Im Rahmen des Ergänzungsmoduls 1 im Verbund Medienwissenschaften (3 CP), des Studium Integrale (1 CP) und eines Masterstudiengangs (3 LP) sowie im Rahmen der rechtswissenschaftlichen Schlüsselqualifikation können Leistungsnachweise erworben werden (jeweils Anmeldung über KLIPS erforderlich). Auch einen Nachweis über die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung i.S.d. § 15 FAO* stellen wir gerne aus (eine Anmeldung per Mail wird erbeten).

*) Die Anerkennung bleibt der zuständigen Anwaltskammer vorbehalten

Das Programm finden Sie hier.

Hinweise zum Erwerb von Leistungsnachweisen

Das Programm im Überblick:

Mittwochs, von 19.30 - 21.15 Uhr im Raum 2.101 (SSC-Gebäude)

03.12.2014: Martin Stadelmaier, ehem. Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz: Aktuelle Fragen der Medien- und Netzregulierung

10.12.2014: Alexander Scheuer, Deutsche Telekom AG: Netflix – Thema für das Medienrecht?

17.12.2014: Dr. Peter Niepalla, Justitiar der Deutschen Welle: Aufgaben und Stellung des Auslandsrundfunks im digitalen Zeitalter

21.01.2015: RA Axel Mittelstaedt, LADM Kanzlei: Intellectual Property Management in Unternehmen

Abschlussveranstaltung:

(Tagungsraum 004 um 19.00 Uhr)

28.01.2015: Gerda Meuer, Programmdirektorin der Deutschen Welle, in Vertretung für Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle: Die Deutsche Welle im internationalen Wettbewerb: Herausforderungen und Chancen

Die Referenten im Überblick

Martin Stadelmaier

Ehemaliger Chef der Staatskanzlei, Rheinland-Pfalz

Aktuelle Fragen zur Medien- und Netzregulierung

Der ehemalige Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Martin Stadelmaier, nahm zunächst ein Studium in Spanisch und Geschichte in Bonn, Köln und Madrid (Sprachaufenthalt) auf, ehe er 1985 sein Erstes Juristisches Staatsexamen ablegte. Von 1987 bis 1991 war Herr Stadelmaier im SPD-Parteivorstand angestellt und war u.a. im Organisationsreferat sowie bei der Kommission für das „Berliner Parteiprogramm“ tätig, bevor er zum Sekretär der Historischen Kommission berufen wurde. Zwischen 1991 und 1994 referierte er dem damaligen Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und wurde ab 1994 zum Vertreter des Bevollmächtigten des Landes Rheinland-Pfalz berufen, währenddessen er bis 2003 als Amtschef im Bund für Europa in Bonn sowie Berlin amtierte. 2003 wurde er durch Kurt Beck, den damaligen Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, zum Chef der Staatskanzlei berufen und koordinierte mitunter medienpolitische Angelegenheiten der Länder. Heute ist Herr Stadelmaier freiberuflich tätig, unter anderem als Leiter des Berliner Büros des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Ferner ist er stellvertretender Vorsitzender der Medien- und Netzpolitischen Kommission der SPD und Mitglied im ZDF-Fernsehrat. Unter diversen Publikationen findet sich das besonders für sein Vortragsthema relevante Werk „Medien, Netz, Öffentlichkeit“ (Eumann/Gerlach/Rößner/Stadelmaier, Klartext-Verlagsges., Essen 2013).

Alexander Scheuer

Deutsche Telekom AG

Netflix - Thema für das Medienrecht?

Alexander Scheuer studierte Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes und an der Katholieke Universiteit Leuven, Belgien. 1994 absolvierte er den Aufbaustudiengang “Europäische Integration” an der Universität des Saarlandes und war von 1994 -1995 dort stellvertretender Geschäftsführer des Europa-Instituts (Sektion Rechtswissenschaft). Nach Abschluss seines Referendariats 1996 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Geschäftsführer des Instituts für Europäisches Medienrecht e.V. (EMR), wo er im Jahr 2000 Geschäftsführer und Mitglied des Direktoriums wurde. Seit 2013 ist Herr Rechtsanwalt Scheuer nunmehr für die Deutsche Telekom AG als Leiter für Medienpolitik und Medienregulierung tätig. Darüber hinaus ist er seit 2004 Kuratoriumsmitglied der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) und seit 2013 Mitglied des EMR-Forschungsbeirates.

© DW

Dr. Peter Niepalla

Justitiar der Deutschen Welle, Bonn

Aufgaben und Stellung des Auslandsrundfunks im digitalen Zeitalter

Dr. Peter Niepalla ist seit 2003 Justitiar der Deutschen Welle. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln promovierte er 1990 am Institut für Rundfunkrecht (Band 55 der Schriftenreihe des Instituts: Die Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, C.H. Beck, München 1990). Während seines Referendariats absolvierte Dr. Niepalla Stationen im Justitiariat des Westdeutschen Rundfunks sowie der Deutschen Welle. Im Anschluss an sein Zweites Staatsexamen trat er 1992 eine Tätigkeit als festangestelter Mitarbeiter im Justitiariat der Deutschen Welle an. Von 1993 - 2003 widmete er sich als stellvertretender Justitiar den arbeitsrechtlichen Angelegenheiten und Vertragsverhandlungen. Im Jahre 2003 übernahm er das Amt des Justitiars in der Deutschen Welle. Daneben ist er als Lehrbeauftragter der Fachhochschule Köln und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg tätig und ist Autor von rechtswissenschaftlichen Abhandlungen zum Arbeitsrecht und Medienrecht. Im Masterstudiengang International Media Studies lehrt er das Fach Medienrecht.

RA Axel Mittelstaedt

Kanzlei LADM, Köln

Intellectual Property Management in Unternehmen    

Seit über 30 Jahren ist Herr RA Axel Mittelstaedt im Gewerblichen Rechtsschutz (Europa) als Rechtsanwalt in der Kanzlei LADM tätig. Herr Mittelstaedt begann sein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Paris, das er 1972 in Bonn zum Abschluss brachte. Nach der Referendariatsausbildung in Köln, nahm er seine anwaltliche Tätigkeit im Jahre 1976 auf. Zu Beginn seiner Karriere standen zunächst gesellschafts- und vertriebsrechtliche Fragestellungen im Vordergrund. Durch seine anwaltliche Expertise in den Bereichen Marken-, Wettbewerbs-, Geschmacksmuster-und Patentrecht widmet er sich heute schwerpunktmäßig den Herausforderungen der Marken- und Produktpiraterie. Daneben nimmt er eine beratende Funktion im Bereich des Geistigen Eigentums ein und befasst sich mit der Verbindung von Schutzrechten mit der Unternehmenskommunikation. In seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt findet die Verflechtung von juristischen und wirtschaftlichen Interessen besondere Beachtung. In seinen Publikationen nimmt er sich verschiedenen Themen der Rechtsgebiete Patent-, Wettbewerbs- und Geschmacksmusterrecht auf europäischer wie internationaler Ebene an.

© DW

Gerda Meuer

Programmdirektorin der Deutschen Welle in Vertretung für Peter Limbourg
Intendant der Deutschen Welle, Bonn

Die Deutsche Welle im internationalen Wettbewerb: Herausforderungen und Chancen

Peter Limbourg ist seit 1. Oktober 2013 Intendant der Deutschen Welle. Nach dem Wehrdienst studierte Limbourg Rechtswissenschaften in Bonn, wo er 1987 das Erste Juristische Staatsexamen ablegte. Von 1988 bis 1989 volontierte er bei der Deutschen Fernsehnachrichten Agentur (DFA) in Bonn und London. Nach einer Station als Reporter in der DDR mit Sitz in Leipzig war er seit 1990 als Europa- und NATO-Korrespondent für die DFA und SAT.1 in Brüssel tätig. 1996 übernahm er das Bonner Büro von ProSieben, 1999 wurde er zum Co-Chefredakteur von N24 und Politikchef von ProSieben berufen, 2001 zusätzlich auch von SAT.1. In den Jahren 2004/05 und 2008/09 arbeitete Limbourg als Geschäftsführer von Pool TV, einem Gemeinschaftsunternehmen der Privatsender in Berlin. Zwischen 2008 und 2010 verantwortete er als alleiniger Chefredakteur das Programm von N24. Seit 2008 war er Hauptmoderator der SAT.1 Nachrichten, seit 2010 Informationsdirektor von ProSiebenSat.1 TV Deutschland (Senior Vice President News & Political Information). Der gebürtige Bonner wuchs in Rom, Paris, Athen und Brüssel auf.